Gemeinsam für eine gesunde Zukunft

Das Ärztenetz Rosenheim und die AOK arbeiten Hand in Hand, damit die medizinische Versorgung in Stadt und Landkreis Rosenheim in Zukunft noch besser wird.

Wie Herr Martin Steidler, Bereichsleiter Versorgungsmanagement der AOK Bayern feststellt, bringt der neue Selektivvertrag mit der AOK den Versicherten viele Vorteile:

  • Zügige Koordination von Facharztterminen
  • Vermeidung unnötiger Doppeluntersuchungen
  • jährlicher Gesundheits-Check-Up
  • Ermittlung des Eintrittsrisikos für Schlaganfall oder Herzinfarkt
  • Impf-Check
  • abgestimmte Arzneimitteltherapie
  • Koordination der weiteren Behandlung nach einem Krankenhausaufenthalt
  • burnout-Prophylaxe bei Diabetes mellitus Typ II und Patienten mit koronarer Herzerkrankung
  • Fitnesstest

 

Einen Artikel hierzu, mit weiteren Informationen, findet sich in der AOK-Zeitschrift vom Dezember 2014

Internet, Smartphones und Pubertät

Ein Informationsabende von NEON-  Prävention und Suchthilfe Rosenheim

 

Am Donnerstag, dem 12. März 2015 um 19 Uhr, findet bei der AOK Rosenheim in der Luitpoldstr. 1 ein Informationsabend mit den Schwerpunkten

 

  • Was fasziniert junge Menschen am Internet?
  • Mediensucht: Kann Facebook und WhatsApp tatsächlich süchtig machen?
  • Gewalt in den Medien

 

für Betroffene und Interessierte statt.

 

Anmeldungen und weitere Informationen in jeder AOK-Geschäftsstelle, unter Tel: 08031 398-220 oder unter: www.aok-gesundheitskurse.de

 

Änro Informationstag am 18.10.2014

Gesundheit in Bewegung war das Motto des ersten Informationstages im Oktober.

Fast 40 Ärzte, Gesundheitsverbände, Physiotherapeuten und Apotheker des Ärztenetzes Rosenheim gaben einen guten Überblick, was ein solches Netzwerk für den Patienten bedeuten kann: eine schnelle und gute Zusammenarbeit und den interdisziplinären Austausch zwischen den Fachärzten, die einen Patienten betreuen, so die Internistin Dr. Irene Schulze-Strein. "Der Patient bleibt jedoch immer Herr über seine Daten", versicherte Professor Dr. med. Markus Pihusch von der Geschäftsführung des Änro. Näheres hierzu erfahren Sie in einem Beitrag des rfo.  und einem Artikel im OVB.

Effektiver für mündige Patienten

Zwei Jahre nach Gründung des Ärztenetzes Rosenheim als Verein haben sich Ärzte in einer GmbH & Co. KG zusammengeschlossen. 

Nur als GmbH kann das Ärztenetz Rosenheim zukunftsweisende Investitionen, insbesondere für die Anschaffung einer gemeinsamen EDV zur Vernetzung der Praxen, tätigen. Die Geschäfte leitet ein zweiköpfiges Ärzteteam, welches honorarfrei arbeitet: die Fachärztin für Allgemeinmedizin, Dr. Martina Stinshoff aus Raubling, und der Facharzt für Onkologie und Medizinökonom Professor Dr. Markus Pihusch aus Rosenheim. Hausärzte und Fachärzte sind unter den Gesellschaftern gleichermaßen vertreten, die Gesellschaft wird verstärkt durch einen Apotheker, einen Zahnarzt sowie einen Physiotherapeuten. Das Oberbayerische Volksblatt berichtete am 11.6.13 ausführlich über die Gründungsversammlung der GmbH und deren Ziele: Effektiver für mündige Patienten

Vorsorgeuntersuchungen - eine Chance für Ihr Leben

Vorsorge gegen Darmkrebs

PD Dr. med. Markus Pihusch

Der Darmkrebs ist in Deutschland bei Frauen und Männern die zweihäufigste Krebserkrankung. Jährlich erkranken daran über 70.000 Menschen in Deutschland.
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Vorsorgemaßnahmen zur Früherkennung können Erkrankungen vermeiden und durch eine frühe Erkennung der Erkrankung die Heilungschancen der Patienten deutlich verbessern.

 

 

Screening-Untersuchungen

Als Screening wird die Untersuchung beschwerdefreier Patienten bezeichnet, um eine Erkrankung in einem frühen Stadium zu erkennen. Zur Früherkennung von Darmkrebs stehen verschiedene Screening-Untersuchungen zur Verfügung.

 

Test auf verstecktes Blut im Stuhl

Mithilfe eines sogenannten Okkultbluttests lassen sich Spuren von für das Auge unsichtbarem Blut im Stuhl diagnostizieren, die einen Hinweis auf auf einen Polypen oder Tumoren im Dickdarm geben können. Es werden verschiedene Tests mit unterschiedlicher Sensitivität und Spezifität angeboten. Bei positivem Test muss zur weiteren Abklärung eine Darmspiegelung (Koloskopie) erfolgen. Ein negatives Ergebnis schließt jedoch das Vorhandensein von Veränderungen im Dickdarm nicht aus, da nur blutende Strukturen erfasst werden. Insgesamt können mithilfe der Stuhltest etwa 30% der Polypen oder Tumoren entdeckt werden.

 

Koloskopie

Die Darmspiegelung, bei der der gesamte Dickdarm eingesehen werden kann, ist die sicherste und wirksamste Methode zur Entdeckung (> 90%) von Polypen und Tumoren im Dickdarm. Vor einer Koloskopie muss der Darm mithilfe einer speziellen Trinklösung vollständig entleert werden, um eine aussagekräftige Untersuchung zu ermöglichen. Die Darmspiegelung ermöglicht ein sofortiges therapeutisches Eingreifen – ein Großteil der gefunden Polypen kann bereits während der Untersuchung entfernt werden.

Eine Vorsorge-Darmspiegelung sollte mindestens ab dem 55. Lebensjahr durchgeführt werden. Ab diesem Zeitpunkt übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Bei Beschwerden (Schmerzen, Stuhlveränderungen, Blut im Stuhl) werden die Kosten nach ärztlicher Indikationsstellung bereits vor dem 55. Lebensjahr übernommen. Bei unauffälligem Befund wird eine Kontrolle spätestens nach 10 Jahren empfohlen. Nach Entfernung von Kolonpolypen sollte eine Wiederholungs-Untersuchung nach 3 sowie nach 5 Jahren durchgeführt werden. Bei Personen mit erhöhtem Risiko (familiärer Darmkrebs, erblicher Darmkrebs, chronisch entzündliche Darmerkrankung, familiäres Auftreten von Polypen) sollte eine Koloskopie bereits früher und häufiger erfolgen. Bei Auftreten von Stuhlveränderungen, Schmerzen, sichtbarem oder verstecktem Blut im Stuhl ist eine Koloskopie umgehend indiziert.

 

Virtuelle Koloskopie (CT-Kolonographie / MR-Kolonographie)

Eine sogenannte „virtuelle Koloskopie“ ermöglicht eine Dickdarmuntersuchung mithilfe der Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT). Nach Einbringen von Luft oder Kohlendioxid in den Darm erfolgt eine computertomographische/magnetresonanztomographische Aufnahme in Rücken- und in Bauchlage. Aus den Schichtaufnahmen wird anschließend ein Bild des Darmes rekonstruiert. Auch vor Durchführung der CT-Kolonographie/MR-Kolongraphie ist eine komplette Darmentleerung notwendig.

Mit dieser Methode kann ein Großteil der Polypen im Darm diagnostiziert werden, kleine oder flache Polypen können jedoch übersehen werden. Ein therapeutisches Eingreifen während der Untersuchung ist nicht möglich, so dass bei Diagnose eines Polypen anschließend eine Koloskopie zur Entfernung der Polypen (Polypektomie) erfolgen muss.

 

Kapsel-Endoskopie

Auch vor der Durchführung der Kapselendoskopie sind Abführmaßnahmen zur Darmentleerung notwendig. Für das Darmkrebs-Screening spielt die Untersuchung in Deutschland bei eingeschränkter Aussagekraft und fehlender Möglichkeit zur Polypektomie aktuell eine eher untergeordnete Rolle. In der Regel übernehmen daher die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten hierfür nicht.

 

Zusammenfassung

Die Darmkrebsvorsorge kann durch frühe Entfernung von (noch harmlosen) Polypen im Dickdarm Darmkrebs verhindern oder durch frühe Erkennung eines kolorektalen Karzinoms die Lebenserwartung des Erkrankten deutlich verbessern. Die sicherste und effektivste Methode zur Diagnose und gleichzeitigen Entfernung von Polypen ist die Darmspiegelung (Koloskopie). In der Regel wird die Durchführung einer Vorsorge-Koloskopie mit 55 Jahren empfohlen, eine Wiederholung sollte nach 10 Jahren (nach Polypenentfernung nach 3 und 5 Jahren) erfolgen. In Risikosituationen (familiärer Darmkrebs, erblicher Darmkrebs, chronisch entzündliche Darmerkrankung, familiäres Auftreten von Polypen) ist eine frühere und häufigere Vorsorge notwendig – hier sollte jeweils eine individuelle ärztliche Beratung erfolgen.

Viele Informationen zum Thema Darmkrebs finde Sie auch auf der Internetseite  » www.darmkrebs.de

 

Früherkennung Brustkrebs

Im Rahmen des Vorsorgeprogramms –Mammografie-Screening– der Kassenärztlichen Vereinigung werden alle zwei Jahre Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zu einer Vorsorgeuntersuchung eingeladen. In Rosenheim befindet sich die Screening-Einheit in der Salinstr. 11a und wird in einer Kooperation zwischen dem Radiologischen Zentrum Rosenheim, Dr. Mädler, Dr. Pohl und Dr. Englmaier(PVA) betrieben. Das Mammografie-Screening genügt höchsten Qualitätsanforderungen, sowohl hinsichtlich der technischen Ausstattung mit einem volldigitalen System, Senographe Essential von GE, als auch der Ausbildung der Röntgenassistentin und der Ärzte. Jedes Röntgenbild wird von zwei Ärzten befundet. Weitere Informationen finden Sie im » Praxisflyer Mammografie-Screening des Radiologischen Zentrum Rosenheim.

Volkskrankheit: Allergien

Alle Jahre wieder: Heuschnupfen

Dr. med. von Gizycki-Nienhaus

Niesreiz, Juckreiz, wässrige Sekretion, eine verstopfte Nase, Augentränen, Augenjucken mit Rötung und Schwellung der Bindehaut - das sind die Beschwerden von denen viele Menschen insbesondere im Frühjahr und Sommer geplagt werden. Der Fachausdruck hierfür ist allergische Rhinokonjunktivitis.
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Allergien stehen an erster Stelle chronischer Erkrankungen. 10-20% der Bundesbürger sind davon betroffen.

Bei der allergischen Rhinitis ist eine saisonale (Frühling, Sommer, Herbst) von einer ganzjährigen Rhinitis (Hausstaub, berufsbedingte Stoffe) zu unterscheiden. Neben einer genetischen Veranlagung spielen Umwelteinflüsse auf die Entwicklung einer allergischen Rhinitis eine Rolle.

Die Erkrankung tritt oft schon im Kindesalter auf. Da inzwischen geeignete, in Studien als wirksam belegte Therapieverfahren zur Verfügung stehen, ist bei Auftreten erster Symptome eine frühzeitige Untersuchung anzuraten. Sie sollte von einem Facharzt mit allergologischer Qualifikation vorgenommen werden, um zu klären, ob, und wenn ja, welche  Therapieverfahren eingesetzt werden sollten. Basis der Diagnostik ist eine eingehende Befragung des Patienten nach seinen Beschwerden (Anamnese). Hauttestung, Laboruntersuchungen und Provokationstest ergänzen die Diagnostik. Der Hauttest ( Europäischer Standard-Pricktest) wird auf die Verbreitung der Pollen in Europa Bezug nehmen.


Faktoren, die eine erfolgreiche Therapie versprechen:

- Pollenallergie steht im Vordergrund
- keine Sensibilisierung gegen ganzjährig auftretende Allergene
- schmales Allergenspektrum
- kurze Erkrankungsdauer
- geringe Beteiligung der unteren Atemwege
- junges Lebensalter
- ganzjährige Behandlung

Therapiemöglichkeiten bei der akuten Erkrankung sind lokal anzuwendende Glukokortikoide (Cortison) und nicht sedierende Antihistaminika. Ursächlich kann eine Allergie aber nur durch eine Immuntherapie (SIT= Hyposensibilisierung) behandelt werden.


Hyposensibilisierung

Eine Hyposensibilisierung kommt insbesondere dann in Frage, wenn eine Meidung des Allergens nicht ausreichend möglich ist. Allerdings steht nicht für alle Allergene ein geeigneter Extrakt zur Verfügung, mit dem die Hyposensibilisierung durchgeführt werden könnte. Der Extrakt kann unterschidlich verabreicht werden, z.B. durch Einspritzen unter die Haut (subcutane Injektion), durch einfache Gabe unter die Zunge (sublingual) oder in Form von Tabletten.

Die Wirksamkeit von Grazax und Oralair (sublingual)  bei Graspollenallergie ist für Kinder ab 5 J und Erwachsene in Studien belegt. Diese einfach anzuwendenden Präparate sind insbesondere dann zu erwägen, wenn eine Abneigung gegen Spritzen besteht oder z.B. berufliche Umstände regelmäßige Injektionstermine unmöglich machen.



Vorbeugende Maßnahmen gegen Allergien

Stillen:
- ausschließliches Stillen über 4 Monate

mütterliche Ernährung während Schwangerschaft und Stillzeit:
-ausgewogene, nährstoffdeckende Ernährung, für eine spezielle Diät gibt es keine Belege

Muttermilchersatznahrung bei Risikokindern (falls Stillen nicht ausreichend):
-Einsatz von partiell oder extensiver hydrolysierter Säuglingsnahrung bis vollendetem 4. Lebensmonat. Soja- basierte Säuglingsnahrung ist zur Allergieprävention in der Regel nicht geeignet.

Beikost nach vollendetem 4. Lebensmonat:
Fischkonsum im ersten Lebensjahr wird als günstig angesehen
Ernährung nach 1. Lebensjahr: keine Empfehlung zu einer Diät.

Die Anschaffung von Felltieren als Präventionsmaßnahme wird nicht empfohlen

Asthmatiker, die in früher Kindheit eine Katze gehalten hatten, müssen die Katze nicht abschaffen.

Die Anschaffung von Felltieren im Erwachsenenalter nach Aufwachsen ohne Felltiere ist nicht geeignet.



Einige interessante Fakten zu Allergien

Hundehaltung ist wahrscheinlich nicht mit höherem Allergierisiko verbunden.

Ein Innenraumklima, das Schimmelwachstum begünstigt (hohe Luftfeuchtigkeit, mangelnde Lüftung), sollte vermieden werden.

Es gibt Hinweise, dass das Allergierisiko durch Impfungen sinkt. Wichtig: Alle Kinder, auch Risikokinder, sollten nach den Empfehlungen der ständigen Impfkommision (Stiko) geimpft werden.

Es gibt keinen Nachweis, dass zwischen Antibiotikagabe und Asthma, allergischer Rhinitis und atopischem Ekzem ein ursächlicher Zusammenhang besteht.

Wohnen an vielbefahrener Straße ist durch die Exposition gegen Schadstoffe mit höherem Risiko für Asthma verbunden.